Blog

Show current content as RSS feed

Blog

Read all our blog posts in English.

Welcome to our blog! Here you'll find blog posts about both traditional and modern recipes, articles about our Finnish ingredients and the wonderful things you can do with them as well as more information about our products and partners.

A list of our highlights follows.

 

Our serious: Finnish Flavours

The lingonberry
The birch leaf
The blueberry
Birch sugar (xylitol)

All recipes at a glance:

Spruce sprout latte
Blackcurrant fudge
Chanterelles sauce
Lingonberry porridge
Blueberry granola
Nettle pesto
Quinoa-nettle salad
Laskiaispullat
Archipelago bread
Traditional Finnish Christmas porridge


1 - 10 of 26 results
Published on by

Tipps zum Teekochen von Nord-T

blog_tips_to_make_tea_nord_t

Mirka Olin von Nord-T hat für uns einige Expertentipps zum Teekochen zusammengestellt, die wir gerne mit euch teilen möchten. Mit Foto von Mirka Olin. Den folgenden Beitrag gibt es hier im Original. Übersetzt ins Deutsche von Tim.

Heutzutage müssen scheinbar alle Dinge in unserem Alltag leicht und schnell gehen. Daher verraten wir hier nun unsere Tipps für eine schnelle Tasse Tee. Eine Tasse oder Kanne mit Blatttee (lose Teeblätter) zu kochen ist weder höhere Mathematik noch Chemie. Es ist superleicht und geht schnell. Ja, schnell!

Beim Teekochen solltet ihr folgende Dinge beachten:

  • Die Wassertemperatur. Schüttet niemals kochend heißes Wasser auf Blatttee, denn dann wird er bitter.
  • Die Teemenge. Nicht verschwenden, seid clever und nutzt nur so viel wie nötig. 
  • Zeit ist alles. Pasta schmeckt nicht, wenn man sie zu lang kocht und für Tee gilt das Gleiche. Die Brühzeit findet sich auf der Verpackung des Tees.

Okay, das sind die Basics. Lasst uns als nächstes besprechen, wie man Tee kocht wenn man viel zu tun hat und eine schnelle Tasse Tee braucht. Oder eigentlich schon vor zehn Minuten gebraucht hätte.

Filterpapier

Filter sind vermutlich der einfachste Weg. Sie können mehrfach verwendet werden und anschließend im Biomüll entsorgt werden. An weniger stressigen Tagen kann man beispielsweise ein paar Filter mit Tee vorbereiten und benutzen wann immer man sie braucht.

Blatttee lässt sich übrigens bis zu drei mal benutzen. Einfach noch mal heißes Wasser auf die Blätter gießen.

Teesieb

Bei der Auswahl eines Teesiebs solltet ihr auf die kugelförmigen Teesiebe verzichten. Sie zu benutzen ist ein Alptraum. Wählt besser ein offenes Sieb mit Griffen an der Seite, denn es ist sehr viel leichter zu benutzen (und leichter zu leeren) und kann ohne viel Aufwand wieder und wieder benutzt werden. Auch hier gilt: Blatttee lässt sich bis zu drei mal verwenden. Der Geschmack verändert sich etwas, aber der Tee ist immer noch lecker.

Zusätzlich zum Sieb sollte man eine Untertasse oder Ähnliches verwenden, um einer Sauerei in der Küche vorzubeugen. Wenn ihr die erste Tasse oder Kanne getrunken habt, stellt das Sieb auf die Untertasse für später. In Ländern die deutlich wärmer sind als Finnland ist es ratsam, das Teesieb voller Teeblätter an einem kühlen Ort aufzubewahren, zum Beispiel im Kühlschrank.

Bis zum nächsten Mal - probiert diese Tipp aus und lasst uns wissen, falls ihr Fragen habt. Wenn ihr eigene Ideen habt, zögert nicht sie mit uns zu teilen! Beim nächsten Mal geht es dann um die Zubereitung von Tee, wenn ihr sehr viel Zeit habt.

Danke an dieser Stelle an Mirka von Nord-T! Wir hoffen diese Tipps helfen euch beim Teekochen.

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
More about: Nord-T, Tee
Published on by

Rezept: Fichtenkeim-Latte

blog_spruce_sprout_latte

Kennt ihr Fichtenkeime? Das sind die schönen, hellgrünen Keime, die an den Spitzen von Fichtenästen wachsen. Sie schmecken etwas süßlich und, wir würden sagen, sehr “waldig”. Diese Perle der Natur steckt voller Vitamin C und Antioxidantien, stärkt das Immunsystem und besitzt antibakterielle Effekte. Fichtenkeime können roh gegessen, als Gewürz benutzt oder als Zutat in Smoothies genossen werden. Über Generationen wurden Fichtenkeime in Finnland genutzt, auch als Medizin, und sie erleben in den letzten Jahren ein Comeback dank des wachsenden Interesses an lokalen und gesunden Zutaten. Finnische Fichtenkeime sind besonders gut, denn die finnische Natur gehört zu saubersten der Welt, einschließlich Luft und Wasser.

Die Wachstumssaison ist im Frühsommer, doch da es sich bei Fichtenkeimen um einen Teil des Baums handelt, muss vor dem Sammeln in finnischen Wäldern die Erlaubnis des Waldbesitzers eingeholt werden. Lest mehr über das berühmte Jedermannsrecht.

Arctic Warriors, die Kräuterspezialisten aus Lappland, haben eine neuen und einfacheren Weg gefunden, um Fichtenkeime in den Alltag zu integrieren: Fichtenkeimpulver, das lange haltbar ist und so auch außerhalb der Saison verfügbar ist. Die hier verwendeten Fichtenkeime wurden von Hand gesammelt und gefriergetrocknet, um alle Nährstoffe und das Aroma zu erhalten. Wir empfehlen nach dem Öffnen des Glases sofort das Aroma zu genießen. Einfach wunderbar, der Geruch des Waldes!

Wir selbst sind große Fans des Pulvers und haben uns entschlossen, eine der Eigenkreationen von Arctic Warriors auszuprobieren: Fichtenkeim-Latte (kerkkälatte, auf Finnisch). Es schmeckt wunderbar und ist eine leckere, interessante Alternative zum Tee oder Kaffee am Nachmittag.

Zutaten:

5dl Hafer- oder Mandelmilch
2 Teelöffel Kerkkä
Fichtenkeimpulver von Arctic Warriors
3 Teelöffel Honig

Eine Prise Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Das Fichtenkeimpulver in eine Schale geben.
  2. Die Milch erhitzen.
  3. Erst ca. einen dl der warmen Milch in die Schale geben, den Honig hinzugeben und mit einem Pürierstab oder Milchschäumer gut durchmischen (oder dies direkt im Mixer tun), anschließend den Rest der Milch dazugeben und gut durchmischen.
  4. In Tassen füllen und mit einer Prise Vanillepulver abschmecken.
  5. In guter Gesellschaft genießen.

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Das Jedermannsrecht: sammel deine Lieblingszutaten

blog_everymans_right

Die Menschen in Nordeuropa lieben die Wälder. Sie lieben, was darin ist. Sie lieben es zu sammeln. Und das dürfen sie (und du) auch jederzeit dank des berühmten Jedermannsrechts.

Aber machen wir kurz einen Schritt zurück: Finnland ist ein dünn besiedeltes Land voller endloser Wälder und unzähligen Seen. Die Natur ist unberührt, Wasser und Luft besonders sauber. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kürte Finnland letztes Jahr zur Nummer 1 in Sachen Luftqualität. Das alles in Kombination mit dem arktischen Klima und der berühmten Mitternachtssonne führt dazu, dass in Finnland gesunde und leckere Beeren, Kräuter und Pilze in fast unbegreiflichen Mengen wachsen. Das finnische Institut für natürliche Ressourcen LUKE schätzt, dass in einem guten Jahr zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Kilogramm Beeren und bis zu 360 Millionen Kilogramm Pilze in unseren Wäldern wachsen. Der nachhaltige Clou: nur ein Bruchteil davon kann überhaupt geerntet und verzehrt werden, denn es ist einfach viel zu viel.

Willst du auch etwas davon abhaben? Dann geh und hol es dir. Und wir meinen das wörtlich. Dank des Jedermannsrechts (Jokamiehenoikeudet auf Finnisch) darf man jederzeit Beeren, Kräuter und Pilze in den Wäldern sammeln, privates Land eingeschlossen. Wichtig: das gilt nicht für Gärten, Höfe, umzäuntes Geländer oder anderes Privatgelände, nur für Wälder im Privatbesitz.

Beeren und andere Leckereien im Wald zu sammeln ist ein beliebtes Hobby sowohl von Finnen als auch Touristen. Jeder zweite Finne tut dies regelmäßig, einige mit brennender Leidenschaft. Und Beerensammeln, wandern und campen (oder alles gleichzeitig) in einem der saubersten Regionen der Welt ist ein Erlebnis, das sich viele Touristen nicht entgehen lassen wollen.

Mit dem Recht kommen allerdings auch Pflichten. Wir sind alle dazu verpflichtet uns angemessen und verantwortungsvoll zu verhalten, um sicherzustellen, dass es den Wäldern gut geht und sie weiterhin jedes Jahr ihre Leckereien für uns produzieren können. Die Regeln sind einfach: es ist nicht erlaubt Büsche oder Bäume zu beschädigen. Jeder darf also Beeren und Co. sammeln, einen ganzen Blaubeerenbusch auszubuddeln und mit nach Hause zu nehmen ist verboten. Bäume zu fällen und Äste für Feuerholz abzureißen ist ebenfalls verboten und jedes Lagerfeuer muss klein und kontrollierbar sein. Und natürlich gilt: Tiere zu stören oder verletzen (außerhalb der streng regulierten Jagdsaison) ist nicht erlaubt. Klingt eigentlich ziemlich leicht, oder?

Der vermutlich beste Teil des Ganzen ist, dass all diese wunderbaren Leckereien dort draußen Jahr ein, Jahr aus ohne jeden menschlichen Einfluss wachsen und wir sie genießen können. Das ist Massenproduktion durch die Natur selbst. Selbst wenn man für den eigenen Gebrauch in großen Massen sammelt, wirkt es sich aufgrund der schieren Masse nicht auf die Natur aus. Nachhaltigkeit ist also garantiert, wenn man sich an die oben genannten Regeln hält.

Mehr Informationen gibt es in dieser Anleitung des finnischen Umweltministeriums (auf Englisch).

Wir wünschen euch allen viel Spaß beim Sammeln!

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Lesetipps:

Unter der Mitternachtssonne
Finnlands geheime Zutat: das Birkenblatt
Die Blaubeere: Finnlands liebste Beere

Read entire post
Published on by

Die Blaubeere: Finnlands liebste Beere

blog_blueberries

Wir haben das Birkenblatt vor einiger Zeit zum finnischsten Aroma von allen gekürt. Die Blaubeere (Heidelbeere), oder mustikka auf Finnisch, kommen knapp dahinter auf Platz 2. Das Birkenblatt ist in der Tat ein sehr einzigartiges Aroma, das sich in vielen Produkten findet, doch wenig Dinge sind beliebter im Land der Mitternachtssonne als diese magische Beere, die jedes Jahr in Finnlands endlosen Wäldern wächst.

Finnen lieben Blaubeeren und fast jeder zweite geht im Wald Beeren und andere Leckereien sammeln. Es ist eine beliebtes Hobby, das nicht nur leckere Zutaten verspricht, sondern obendrein noch gut für die Gesundheit ist. Denn den Tag draußen zu verbringen und Dinge zu sammeln ist ein ziemlich gutes Training (und generell ist es gut für die Gesundheit, sich im Wald aufzuhalten). Beerensammeln ist aber nicht nur bei Finnen beliebt. Auch Touristen probieren es gern aus und kommen nach Finnland vor allem auch für die unberührte Natur, wilde Zutaten und für das Erlebnis, einmal selber im Wald Beeren und andere Sachen zu sammeln.

Blaubeeren sind wegen ihrer natürlichen Süße sehr beliebt, doch das ist nicht der einzige Grund für ihre Popularität. Ein weiterer sind ihre gesunden Eigenschaften: sie sind gut für das Immunsystem und den Stoffwechsel, für die Gesundheit von Auge und Gehirn und für das Gedächtnis. Sie enthalten viele Vitamine (C und E), Minerale (Zink, Kupfer, Kalium, Magnesium und Mangan), Antioxidantien, Flavonoide, Polyphenole und Ballaststoffe. Lecker und gesund? Gute Kombination!

Um euch einfach mal einen Eindruck zu geben, wie beliebt Blaubeeren sind, schaut euch unseren Shop an. Finnlands Lieblingsbeere findet sich in vielen unserer Produkte. Es gibt pures Blaubeerpulver, Blaubeerpulver mit Bikenzucker (Xylitol), getrocknete Blaubeeren sowie zwei Snackbars, Schokolade und Dinkelfaserergänzung mit Blaubeergeschmack. Das ist schon einiges, selbst für einen kleinen Laden wie uns. Und wie beim Birkenblatt finden sich Blaubeeren in vielen anderen finnischen Produkten, auch in Naturkosmetik wie Seife.

Frische, wilde Beeren sind natürlich ideal und deutlich nährstoffreicher als kultivierte Beeren. Insbesondere wilde Beeren, die unter der Mitternachtssonne wachsen, sind besonders nährstoffreich. Leider sind sie nur während der kurzen Beerensaison im Sommer zu haben. Getrocknete Beeren und Beerenpulver sind eine gute Alternative außerhalb der Saison. Sie enthalten nahezu alle gesunden Eigenschaften der frischen Beeren und können das ganze Jahr über gelagert werden. Mit ihnen lässt sich die Zeit gut überbrücken, bis der Wald wieder voller Beeren ist.

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Tipp:

Probiere doch mal unser Fudge-Rezept nicht nur mit schwarzem Johannisbeerpulver, sondern auch mit Blaubeerpulver aus. Wir haben es vor einiger Zeit probiert und waren begeistert!

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Rezept: Johannisbeer-Fudge

blog_berry_fudge

Wenn euch nach etwas Süßem ist, ist es immer besser etwas ohne Zucker zu essen um das Verlangen zu stillen. Eines unserer neuen Lieblingsrezepte ist: schwarzer Johannisbeer-Fudge, eine etwas gesündere Version von traditionellem Fudge. Die Beeren geben dem ganzen einen finnischen Twist. Es kommt ohne weißen Zucker aus und ist roh, d.h. Es wird nicht erhitzt, um die Vitamine und Antioxidantien zu erhalten. Eine kleine Warnung: der Fudge ist ziemlich füllend, ein paar Stücke reichen also vollkommen aus, um den Süßzahn ruhig zu stellen! Das Rezept stammt von Anu Kankajärvi von Aurikoinen Olo (auf Finnisch).

Zutaten:

1dl Kokosbutter (Kokosnuss-Manna)
0,75dl Wasser
8 Datteln (ohne Kerne)
½ Esslöffel
schwarzes Johannisbeerpulver (oder ein anderes Beerenpulver)
¼ Teelöffel echtes Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosbutter und Wasser in einen Mixer geben und gut durchmischen.
  2. Die Datteln, das Vanille- und Beerenpulver hinzugeben und erneut gut durchmischen bis die Mischung schön cremig wird.
  3. Ein kleines Tablett oder einen kleinen Plastikcontainer (ca. 12 x 12cm) mit Backpapier auslegen und die Mischung gleichmäßig hineingeben
  4. Für 20 Minuten in den Gefrierschrank tun
  5. In Gleich große Stücke schneiden (ca. 1,5 x 1,5cm). Im Kühlschrank aufbewahren
  6. Innerhalb einer Woche genießen :-)

Das Rezept lässt sich auch wunderbar mit anderen Beerenpulvern nutzen wie Blaubeere, Preiselbeere oder Cranberry. Guten Hunger!

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Rezept: Pfifferlingsoße

Chantarelle_blogpost

Elina präsentiert das Rezept ihrer Mutter für Pfifferlingsoße.

Es ist wieder meine Lieblingssaison: die zum Pilze sammeln. Zeit für leckere Pfifferlinge. Vor einiger Zeit sah es noch so aus, als würde die Hitze die Anzahl der Pilze in den Wäldern stark beeinträchtigen. Doch es ist noch mal gut gegangen und die Pfifferlinge schießen aus dem Boden wie… naja, Pilze eben! Leider hatte ich dieses Jahr keine Zeit um sie selbst an meinem Lieblingsort zu sammeln, also habe ich mir welche auf dem Marktplatz in Turku gekauft (kauppatori, auf Finnisch).

Normalerweise sammele ich dieses “Gold des Waldes” hinter dem Haus meiner Eltern auf dem Land. Solange ich denken kann haben wir sie in großen Mengen gesammelt, damit meine Mutter daraus eine leckere, cremige Soße zaubern konnte. Ihr Rezept ist sehr einfach und ich finde, mehr muss auch nicht sein. Die Soße benötigt gar nicht viele Zutaten, da die Pilze ihr schon einen herrlichen Geschmack geben. Im Folgenden möchte ich das Rezept meiner Mutter mit euch teilen - dieses mal gewürzt mit Nesselpulver.

Zutaten:

200g Pfifferlinge
1 Zwiebel
2dl Sahne oder pflanzliche Alternative
½dl Nesselpulver
Butter oder pfanzliches Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Pilze gut waschen und in kleinere Stück schneiden, falls sie groß sind. Die Zwiebel schälen und würfeln.
  2. Die Butter oder das Öl in die Pfanne geben und die Pilze und Zwiebel darin braten, bis sie weich sind und genug Wasser aus den Pilzen verdunstet ist (sonst wird die Soße zu wässrig).
  3. Die Sahne und das Nesselpulver hinzugeben und die Soße bei niedriger Temperatur für 5 bis 10 Minuten kochen lassen.
  4. Etwas Salz und Pfeffer hinzugeben.

Am besten mit Kartoffeln oder Pasta servieren.

Guten Hunger oder: hyvää ruokahalua!

Liebe Grüße,

Elina

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Finnlands geheime Zutat: das Birkenblatt

Birch_leaves_blogpost

Die Nähe zur Natur ist ein wichtiger Bestandteil der finnischen Identität. Natürliche Aromen und Zutaten aus der Natur sind allgegenwärtig in einem Land, das von endlosen Wäldern und beschaulichen Seen geprägt ist. Sie finden sich zuhauf in der finnischen Küche, in Kosmetikprodukten und sogar in der traditionellen finnischen Saunakultur. Finnisches Essen ist besonders mit diesen Aromen und Zutaten verwoben, denn Beeren und Kräuter sind Bestandteil vieler Gerichte. Doch was ist ein echtes, wirklich finnisches Aroma?

Die meisten Leute denken bei Finnland zuerst an die wilde Blaubeere (Heidelbeere), gefolgt von einigen weiteren Beeren und seltener auch Kräutern. Die Finnen allerdings haben eine weitere, deutlich unbekanntere Lieblingszutat die, unserer bescheidenen Meinung nach, die finnischste von allen ist: das Birkenblatt (auf finnisch koivunlehti). Das Birkenblatt ist ein wahrer Schatz, der leider außerhalb Finnlands eher unbekannt ist.

Birkenblätter haben einen besonderen Geschmack und Geruch. Wer beides einmal erlebt hat, vergisst sie so schnell nicht wieder. In Finnland finden sich Birkenblätter nahezu überall. Sie sind Bestandteil von verschiedenen Tees, junge Blätter werden als Zutaten im Salat verwendet und es gibt sie sogar in Snackriegeln und anderen Lebensmitteln. Auch in der Kosmetik (vor allem Naturkosmetik) werden Birkenblätter verwendet. Seife, Shampoos und andere Hygieneprodukte wie zum Beispiel Fuß- und Körperbäder enthalten Birkenblätter. Es mag wie Besessenheit wirken, doch der spezielle Twist, den Birkenblätter diesen Produkten geben, erklärt deren Allgegenwärtigkeit. Eine echte finnische Spezialität!

Es geht noch weiter. Birkenblätter spielen eine wichtige Rolle in der traditionellen Saunakultur in Finnland (sowie Russland). Zweige mit Blättern werden von Saunabesuchern benutzt, um sanft auf die Haut zu schlagen und so die Blutzirkulation anzuregen (Finnen nennen diese Zweige vasta bzw. vihta). Erst das macht einen Saunagang perfekt.

Und da wir gerade von Birken sprechen: der Baum selbst hat viele weitere Vorzüge. Birkenzucker (auch bekannt als Xylitol) wird aus ihm gewonnen, Birkensaft (oder Birkenwasser) ist ein beliebtes Getränk und wird als Zutat verwendet, die Rinde wird in Kunst und Handwerk verarbeitet (sogar Schuhe werden aus Birkenrinde gefertigt). Birkenholz ist außerdem ein traditionelles und historisch wichtiges Feuerholz. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen: die Weißbirke (Betula pendula) ist der Nationalbaum Finnlands.

Wie ihr seht gehören Finnen und Birken schon sehr lange zusammen. Deswegen sagen wir: die Birke ist das finnischste Aroma und die finnischste Sache überhaupt.

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Nesseln: mehr als nerviges Unkraut

Dried_Nettle

Alle, die unsere Seite schon etwas länger lesen wissen, wie sehr wir Brennnesseln lieben. Und denjenigen, die uns gerade erst entdeckt haben und denken: “Wie bitte? Brennnesseln? Dieses nervige, stechende Unkraut” sagen wir: bitte lest weiter. Ihr werdet überrascht sein, was man alles mit dieser tollen Pflanze machen kann.

Nesseln sind leider ein sehr unübliches und exotisches Gewürz für viele Leute. Die meisten Menschen verbinden sie mit Schmerzen und mögen nicht, dass sie überall wachsen. Doch Nesseln sind eine gesunde Pflanze voller Nährstoffe und Minerale, mit denen man viele verschiedene Dinge anstellen kann. Daher arbeiten wir daran, dass man die Nesseln mit neuen Augen sieht und sie ihren schlechten Ruf verliert.

Nesseln lassen sich in getrockneter Form wunderbar als Gewürze für Salat oder Eierkuchen benutzen. Sie sind auch eine super Zutat in selbstgemachtem Pesto oder Instant Pesto. Wir benutzen Nesseln am liebsten als Gewürze im Salat und streuen einfach ein bisschen getrocknete Nesseln obendrauf. Wir machen allerdings auch sehr gerne Pesto daraus (Nesseln sind nach Koriander unsere Lieblingszutat für Pesto!).

Nesseln enthalten wenig Kohlenhydrate und Protein, doch sie sind voller Vitamine und Minerale. 100g Nesseln enthalten 33% des benötigten Tagesbedarfs an Eisen, 71% an Kalzium und 333% an Vitamin C. Nicht schlecht für eine Pflanze, die in Massen direkt vor unserer Nase wächst.

Wir empfehlen Nesseln zu sammeln (mit Handschuhen natürlich!) und sie zuhause zu trocknen. Eine gute Methode ist, einige Nesseln zusammen zu binden und zum Trocknen für ein paar Tage aufzuhängen wo sie euch nicht stören. Dann zerreibt man sie mit einem Mörser oder ähnlichem Werkzeug und lagert sie zum Beispiel in einem Glas mit Deckel.

Klingt schon viel besser als “nerviges, stechendes Unkraut”, oder? Viel Spaß!

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Wichtig: Schwangere Frauen sollten keinen Nesseltee trinken, da er negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben kann.

Zurück zum Blog

Read entire post
Published on by

Mokkapuus 7 Tipps für guten Kaffee

Mokapuu_Coffee_Tips_Blogpost

Es ist nichts Neues, dass Finnland ein Land der Kaffeeliebhaber ist. Die Liebe zum dunklen Getränk hat in den letzten Jahren zu einer Explosion an kleinen Kaffeeröstereien und Cafés geführt und dieser Trend zeigt bisher keine Anzeichen eines Abschwungs. Um Finnlands Besessenheit mit Kaffee zu zelebrieren, teilen wir heute sieben Tipps für die perfekte Tasse Kaffee von Tanja, Inhaberin der kleinen, wunderbaren Kaffeerösterei Mokkapuu aus dem finnischen Archipel.

  1. Die Geräte: Stellt sicher, dass alle Geräte sauber sind und entfernt alle fettigen Spuren aus der Kaffeemaschine. Benutzt immer eine separate Tasse zur Messung der Wassermenge, nie die Kaffeekanne.
  2. Die Wasserqualität:  Qualität des Wassers ist entscheidend. Stilles Wasser ist besser als Kranwasser, denn das ist häufig nicht vollkommen sauber.
  3. Papierfilter: Beim Filterkaffee empfehlen sich weiße Filter. Es hilft den Filter vor der Nutzung etwas mit Wasser zu benetzen um einen Nebengeschmack zu vermeiden.
  4. Aufbewahrung: Wenn ihr Kaffee nicht allzu häufig trinkt, dann bewahrt die Bohnen oder das Pulver im Gefrierfach oder an einem dunklen, trockenen Ort in der Verpackung auf.
  5. Für Neulinge: Wenn ihr Kaffee gerade erst entdeckt, dann empfiehlt Tanja Kaffee mittlerer Röststufen. Dunkle Kaffees sind in der Regel besser für den Magen und nicht so säuerlich.
  6. Die Menge: 7,5g Kaffee pro Tasse sind ein gutes Maß.
  7. Das Genießen: Genießt Kaffee in guter Gesellschaft oder allein draußen in der Natur!

Jetzt ist es euch, die perfekte Tasse Kaffee zu brauen. Viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
More about: Kaffee, Mokkapuu
Published on by

Rezept: Preiselbeergriesbrei

Lingonberry_porridge_blog_post

Eines von Elinas Lieblingsrezepten aus ihrer Kindheit ist Grießbrei von ihrer Mutter und wir möchten dieses einfache Rezept mit euch teilen. Wir haben es ein wenig abgeändert um den Zucker herauszubekommen.

Grießbrei in seinen vielfältigen Formen ist seit Jahrhunderten ein essentieller Bestandteil der traditionellen finnischen Küche und das aus gutem Grund. Sie machen satt und sind sehr gesund. Dunkler Grieß ist beispielsweise besonders reich an Ballaststoffen.

Der Brei kann sowohl warm als auch kalt genossen werden und beides schmeckt gut. Beeren werden traditionell dazu benutzt den Grießbrei etwas aufzupeppen. Da manche Beeren wie Preiselbeeren etwas säuerlich schmecken ist es immer eine gute Idee den Brei als Gegengewicht zu süßen. Zucker ist natürlich eine Option (und Elinas Mutter hat zu dieser Methode gegriffen als sie ein Kind war) doch eine gesündere Alternative ist finnischer Birkenzucker (auch Xylitol) genannt. Für dieses Rezept haben wir etwas Preiselbeerpulver mit Birkenzucker von Helsinki Wildfoods als Süßungsmittel gewählt.

Rezept für 4-5 Personen

Zutaten:

2 dl gefrorene, frische oder getrocknete Preiselbeeren
2,5 dl dunklen (Bio-) Grieß
1,5 l Wasser
1dl Birkenzucker oder ein Süßungsmittel eurer Wahl (z.B. Kokospalmzucker)

Zubereitung

  1. Die gefrorenen Preiselbeeren in einen Topf geben und bei niedriger Hitze auftauen. Diesen Schritt bei frischen oder getrockneten Beeren überspringen.
  2. Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die frischen oder getrockneten Beeren hinzugeben.
  3. Den Grieß langsam ins kochende Wasser geben und dabei umrühren.
  4. 10 Minuten kochen lassen und hin und wieder gut durchrühren
  5. Mit einem Handmixer durchpürieren, damit der Brei schön fluffig wird
  6. Probieren und den Birkenzucker hinzugeben. Abkühlen lassen.
  7. Mit Milch, Sahne oder einer veganen alternative genießen

Probiert auch mal andere Beeren wie Himbeeren oder Erdbeeren aus!

Viel Spaß und liebe Grüße,

Elina & Tim

Zurück zum Blog

Read entire post
1 - 10 of 26 results

Klarna Checkout
merchant information