Beiträge zum Thema: Jedermannsrecht

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Willkommen in unseren Blog! Hier findest du regelmäßig neue Beiträge mit traditionellen und modernen Rezepten, Artikel über finnische Zutaten und was sich damit anstellen lässt sowie mehr Informationen zu unseren Produkten und noch einiges mehr.

Die folgende Liste ist die unserer Highlights, es gibt aber noch mehr! Stöber doch mal ein wenig herum und schau, was dir gefällt.

 

Unsere Serie: Finnische Aromen

Die Preiselbeere
Das Birkenblatt
Die Blaubeere
Birkenzucker (Xylitol)

 

Alle Rezepte auf einen Blick:

Fichtenkeim-Latte
Johannisbeer-Fudge
Pfifferlingsoße
Preiselbeergriesbrei
Blaubeergranola
Nesselpesto
Quinoa-Nesselsalat
Laskiaispulla
Archipelbrot
Traditioneller finnischer Weihnachtsporridge

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Das Jedermannsrecht: sammel deine Lieblingszutaten

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Die Menschen in Nordeuropa lieben die Wälder. Sie lieben, was darin ist. Sie lieben es zu sammeln. Und das dürfen sie (und du) auch jederzeit dank des berühmten Jedermannsrechts.

Aber machen wir kurz einen Schritt zurück: Finnland ist ein dünn besiedeltes Land voller endloser Wälder und unzähligen Seen. Die Natur ist unberührt, Wasser und Luft besonders sauber. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kürte Finnland letztes Jahr zur Nummer 1 in Sachen Luftqualität. Das alles in Kombination mit dem arktischen Klima und der berühmten Mitternachtssonne führt dazu, dass in Finnland gesunde und leckere Beeren, Kräuter und Pilze in fast unbegreiflichen Mengen wachsen. Das finnische Institut für natürliche Ressourcen LUKE schätzt, dass in einem guten Jahr zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Kilogramm Beeren und bis zu 360 Millionen Kilogramm Pilze in unseren Wäldern wachsen. Der nachhaltige Clou: nur ein Bruchteil davon kann überhaupt geerntet und verzehrt werden, denn es ist einfach viel zu viel.

Willst du auch etwas davon abhaben? Dann geh und hol es dir. Und wir meinen das wörtlich. Dank des Jedermannsrechts (Jokamiehenoikeudet auf Finnisch) darf man jederzeit Beeren, Kräuter und Pilze in den Wäldern sammeln, privates Land eingeschlossen. Wichtig: das gilt nicht für Gärten, Höfe, umzäuntes Geländer oder anderes Privatgelände, nur für Wälder im Privatbesitz.

Beeren und andere Leckereien im Wald zu sammeln ist ein beliebtes Hobby sowohl von Finnen als auch Touristen. Jeder zweite Finne tut dies regelmäßig, einige mit brennender Leidenschaft. Und Beerensammeln, wandern und campen (oder alles gleichzeitig) in einem der saubersten Regionen der Welt ist ein Erlebnis, das sich viele Touristen nicht entgehen lassen wollen.

Mit dem Recht kommen allerdings auch Pflichten. Wir sind alle dazu verpflichtet uns angemessen und verantwortungsvoll zu verhalten, um sicherzustellen, dass es den Wäldern gut geht und sie weiterhin jedes Jahr ihre Leckereien für uns produzieren können. Die Regeln sind einfach: es ist nicht erlaubt Büsche oder Bäume zu beschädigen. Jeder darf also Beeren und Co. sammeln, einen ganzen Blaubeerenbusch auszubuddeln und mit nach Hause zu nehmen ist verboten. Bäume zu fällen und Äste für Feuerholz abzureißen ist ebenfalls verboten und jedes Lagerfeuer muss klein und kontrollierbar sein. Und natürlich gilt: Tiere zu stören oder verletzen (außerhalb der streng regulierten Jagdsaison) ist nicht erlaubt. Klingt eigentlich ziemlich leicht, oder?

Der vermutlich beste Teil des Ganzen ist, dass all diese wunderbaren Leckereien dort draußen Jahr ein, Jahr aus ohne jeden menschlichen Einfluss wachsen und wir sie genießen können. Das ist Massenproduktion durch die Natur selbst. Selbst wenn man für den eigenen Gebrauch in großen Massen sammelt, wirkt es sich aufgrund der schieren Masse nicht auf die Natur aus. Nachhaltigkeit ist also garantiert, wenn man sich an die oben genannten Regeln hält.

Mehr Informationen gibt es in dieser Anleitung des finnischen Umweltministeriums (auf Englisch).

Wir wünschen euch allen viel Spaß beim Sammeln!

Liebe Grüße,

Elina & Tim

Lesetipps:

Unter der Mitternachtssonne
Finnlands geheime Zutat: das Birkenblatt
Die Blaubeere: Finnlands liebste Beere

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Unter der Mitternachtssonne

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Es gibt viele gesunde Zutaten auf der Welt. Man kann sich Avocado aus Südafrika auf’s Brot schmieren und Gojibeeren aus China konsumieren. Aber es gibt eine ganze Reihe Zutaten, die nicht nur genauso gesund oder gar gesünder sind, sondern auch viel näher wachsen, als man denkt. Sie wirken vielleicht weniger exotisch, aber sie haben andere Vorteile: sie werden nicht auf Farmen mit hohem Wasserverbrauch in wasserarmen Regionen angebaut oder tausende Kilometer nach Europa verschifft. In Finnland erledigt die Natur den Massenanbau von unzähligen herrlichen Zutaten, die in puncto Vitamine, Minerale und Co. aus allen Nähten platzen. Keine Wasserprobleme, keine Pestizide. Nur die pure Natur. Natürlicher können Zutaten nicht sein.

Allein die Zahlen zu Beeren und Pilzen haben es in sich: in den Tiefen der finnischen Wälder wachsen 37 essbare Sorten an Beeren, essbare Pilzarten gibt es gar 200. Das staatliche Institut für Natürliche Ressourcen schätzt, dass in guten Jahren zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Kilogramm Beeren und ca. 360 Millionen Kilogramm Pilze in den finnischen Wäldern wachsen. Wow!

Beeren, Pilze und Supergewächse wie Nesseln und Löwenzahn, beide eher unbekannt als essbare und köstliche Zutaten, wachsen in Finnland unter einzigartigen Bedingungen. Die Mitternachtssonne, also die Monate, in denen in weiten Teilen des Landes 24 Stunden die Sonne nicht hinter dem Horizont versinkt, bewirkt wahre Wunder. Beeren und andere Zutaten wachsen durch die lange Sonneneinstrahlung und warme Temperaturen besonders schnell und sind nährstoffreicher als ihre Cousinen und Cousins in anderen Teilen der Welt.

Diese Schatztruhe an gesunden Superfoods wächst ohne Zutun jedes Jahr vor sich hin und steht dank dem Jedermannsrecht auch allen Waldwanderern, Sammlern und und Outdoorfreunden offen. Nur ein Bruchteil kann überhaupt geerntet werden. Die Ernte für den Eigenbedarf oder für die Produktion von leckeren Lebensmittelprodukten ist also aus ökologischer Sicht völlig unbedenklich.

Warum also nicht die Superfoods essen, die so nah verfügbar und ökologisch völlig unbedenklich sind?

Liebe Grüße,

Eliina & Tim

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